|
Das Präparat Wobenzym
(Wobenzym N; Hersteller: MUCOS Pharma GmbH & Co) wird bei Indikationen
wie akute und chronische Entzündungen (Bronchitis, Harnwegeinfektion),
rheumatische Leiden (Bsp. Gelenkarthrose, Wirbelsäulensyndrom,
rheumatische Arthritis) oder Gefäßerkrankungen eingesetzt.
Bei Gefäßerkrankungen kann als Ergänzung auch die
Gabe von Ginkgo- und Magnesiumpräparaten empfohlen werden.
Hierbei spricht man von einer Enzymtherapie. Der Entzündungsprozess
wird moduliert, d.h. der Verlauf der Entzündung forciert und
gleichzeitig die körpereigene Abwehr unterstützt und im
Ergebnis der Heilungsverlauf zeitlich verkürzt. Die Kombination
der Enzymtherapie mit Antibiotika kann bei chronischen Entzündungen
unterstützend wirken (So genannte. "Schlepperfunktion").
Patienten mit Tendenz zu allergischen Erkrankungen (Asthma) sollten
von diesem Medikament Abstand nehmen. Durch die immunmodulierenden
Eigenschaften kann Wobenzym auch in der Prophylaxe eingesetzt werden.
Dies wird dann bei wiederkehrenden Infekten, beispielsweise chronischen
im HNO-oder Nieren-Blasen-Bereich. Bei älteren Menschen kann
das Präparat auch zu einer Verbesserung der Blutfließeigenschaften
führen, da die Viskosität des Blutes im Alter zunimmt.
Die Einnahme des Medikaments sollte
auf jeden Fall mit dem Arzt abgestimmt werden. Dies vor allem deshalb,
weil Gegenanzeigen bei Personen mit Gerinnungsstörungen vorliegen.
Auch bei anliegenden Operationen und während der Schwangerschaft
ist eine Abstimmung herbeizuführen. Eklatante Nebenwirkungen
können nicht beschrieben werden, lediglich wird durch die Enzymwirkung
eine Veränderung des Stuhls zu beobachten sein. Einzelfälle
bestätigen jedoch die Regel und dabei konnte es auch zu schweren
Reaktionen (Bsp. anaphylaktischer Schock) führen. Höhere
Einzeldosen können auch zu Völlegefühlerscheinungen,
damit einhergehenden Blähungen und/ oder Übelkeit führen.
|