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Bei Osteoporose wird Teriparatid
zur Stärkung der Knochensubstanz verwendet.
Definition:
Ein Gewebe (Matrix) und verschiedene Mineralstoffe, wie Phosphor
und Calcium ergeben die Knochen. Durch die Einlagerung der Mineralien
wird der Knochen hart und dicht. Das Knochenmaterial ist im ständigen
Auf- und Abbau. Osteoblasten heißen die knochenbildenden Zellen,
Osteoklasten die abbauenden Zellen. Hormone regulieren Ihre Aktivität,
z.B. durch Östrogene oder das Parathormon der Schilddrüse.
Abbauende Osteoklasten werden von dem Parathormon und die aufbauenden
Osteoblasten von den Östrogenen angekurbelt.
Da während und nach den Wechseljahren Östrogenmangel besteht,
so wird Knochenmaterial stärker ab- als aufgebaut. Der Knochen
wird dünn und brüchig. Zerstörungen der Knochenstruktur
und Brüche sind mit starken Schmerzen verbunden.
Der gentechnisch aufgebaute Teil des menschlichen Parathormons heißt
Teriparatid. Das regelmäßig freigesetzte Parathormon
bringt die abbauenden Osteoklasten im Körper vorwärts,
das täglich gespritzte Parathormon dagegen hat die gegenteilige
Reaktion. Der Knochenaufbau wird durch die Osteoblasten stimuliert
und erweitert und verbessert die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung
und aus Medikamenten.
Durch Teriparatid können Brüche der Wirbelsäulenknochen
vermieden werden.
Risiken und Nebenwirkungen:
Bei einem erhöhten Parathormon-Spiegel (PTH) (Hyperparathyreoidismus),
Morbus Paget, während der Schwangerschaft und Stillzeit, bei
Nieren- oder Harnstein, sowie Nierenfunktionsstörung, sollte
Teriparatid auf keinen Fall verwendet werden.
Im Falle einer allergischen Reaktion
sprechen sie sofort mit einem Arzt oder Apotheker.
Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen,
Blutbildveränderungen und Muskel- und Gelenkbeschwerden können
bei der Einnahme von Teriparatid folgen.
Der Kalziumspiegel im Blut vermehrt
sich durch Teriparatid. Viel Kalzium im Blut verstärkt die
Wirkung von Digitalis-Präparaten gegen Herzschwäche. Die
hohe Wirkung von Digitalis kann allerdings auch eine Gefahr für
den Patienten darstellen, wenn dieser zusätzlich auch noch
Digitalis einnimmt, dann ist Vorsicht geboten.
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