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Die Bulimie wird auch als Ess- und
Brechsucht bezeichnet. Zusammen mit der Magersucht gehört die
Bulimie zu den meist verbreiteten Essstörungen bei jungen Frauen.
Die Betroffenenen sind meist in jungen Jahren, überwiegend
zwischen 14 und 18 Jahren alt, hiervon betroffen.
Die Bulimie ist zunächst für den Außenstehenden
gar nicht ersichtlich. Die Betroffenen essen normal und haben zunächst
Normalgewicht. Im Verborgenen versuchen die Bulimiesüchtigen
Ihr Gewicht zu kontrollieren. Dies geschieht durch Hungern, Diäten
und ausgiebigen Sport. Geprägt ist die Krankheit von häufigen
Heisshungerattacken, in denen die jungen Frauen bis zu 30 000 Kalorien
auf einmal verzehren. Bei dieser unkontrollierten Aufnahme von grossen
Nahrungsmengen verlieren sie die Selbstkontrolle. Dies führt
entweder schon durch die Masse des Essens zum Erbrechen oder ist
spätestens der Fall wenn die Betroffenen ein schlechtes Gewissen
aus Angst vor Gewichtszunahme bekommen und es provozieren. Oftmals
kommen auch Abführmitteln zum Einsatz, um die Gewichtszunahme
Medikamenten zu verhindern. Diese paradoxe Störungsverhalten
zwischen Hungern und Essen hat im Volksmund auch den Namen Ess-Brech-Sucht.
Bulimie ist nicht als lebensgefährlich
einzustufen, hat jedoch negative Auswirkungen auf Speiseröhre
und Zähne. Durch das mitunter jahrelange verbergen dieser Krankheit
kann eine Behandlung auch erst sehr spät behandelt werden.
Die Behandlung ist meistens eine psychotherapeutische Betreuung.
Neben dieser Behandlung werden Einkaufsgewohnheiten, persönliche
Einstellung zum eigenen Körper sowie zu den Lebensmitteln beleuchtet.
Letztlich auch die Vermittlung von Freude am Leben und sozialem
Umfeld können die erfolgreiche Therapie positiv beeinflussen.
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