
Die Motivation von Diäten unterliegt
heutzutage nicht mehr individuellen Maßregeln. Gesundheitliche
Gründe sind daher nicht mehr die erste Priorität, vielmehr
ist der Druck der Gesellschaft nach einem ansprechenden äußeren
Erscheinungsbild Hauptmotor für die Durchführung einer
Diät. Damit sind auch eventuelle Gesundheitsunverträglichkeiten
einer Diätmaßnahme wie dauernde Gewichtsschwankungen
und Mangelsituationen ständiger Wegbegleiter. Eine medizinische
Indikation ist bei der Mehrheit der Betroffenen zudem gar nicht
notwendig, weil diese meistens einen im Normalbereich liegenden
BMI aufweisen oder nur geringes Übergewicht haben (BMI ~25-27).
Trotz dass keine Beschwerden wie Bluthochdruck, Diabetes oder Herz-
und Kreislauferkrankungen vorliegen wird den ästhetischen Vorstellungen
oftmals nachgegeben. Modezeitschriften zeigen schlanke junge Frauen,
an beinahe jeder Plakatwand preisen ästethische, makellose
Körper die neuesten Produkte der Industrie an.
Da diesem Idealbild nachgeeifert wird, bieten eine große Anzahl
von Anbietern mittels Zeitschriften oder auch direkt in der Apotheke
Diäten und so genannte Wundermittel an. Viele Diäten arbeiten
mit einer zeitlich begrenzten oder einseitigen Ernährung bis
hin zum Verzicht auf Nahrungsmittel. Dies hat vielleicht eine kurzfristige
Wirkung, führt jedoch umgehend in die Frustration. Damit einhergehend
ist die Einschränkung der Lebensqualität, unkontrollierter
Nahrungsmittelverzehr (Heißhungeranfälle), der im schlechtesten
Fall sogar in der Ausbildung einer Essstörung enden kann. Somit
wären wir schon bei den Nachteilen und Gefahren der Diäten
und man kann den Sinn von Diäten somit auch in Frage stellen.
Denkt man nur an den reduzierten Stoffwechsel, Mangelsituationen
an Mineralstoffen und Vitaminen oder dem gefährlichen Abbau
von Muskelgewebe sollte man gewarnt genug sein.
Was sollte der Sinn von Diäten
sein?
Diäten können nur eine unterstützende Maßnahme
darstellen. Grundlegend ist daher eine durchweg gesunde und abwechslungsreiche
Ernährungsweise, die sich zudem umgehend genusssteigernd auswirkt
und das Gesundheitsbewusstsein und die Lebensqualität steigert.
Die angenehme Nebenerscheinung ist die Anpassung des Körpergewichts
auf ein gesundes und akzeptables Niveau.
Mit dem Verständnis zur Ernährungsumstellung kann man
auch erlernen dass nicht das Kalorien zählen Sinn macht, sondern
vielmehr der Fettgehalt der Nahrung im Fokus stehen sollte. Dieses
unterstellt natürlich dass man sich mit der Nahrung auseinandersetzt
und die Konsequenzen aus dem Erlernten zieht. Es hat noch nie jemand
sein Gewicht langfristig reduzieren können wenn Fast Food,
Kantinenessen und der Genuss von Süßigkeiten im Alltag
Normalzustand sind und Sport ein Fremdwort bedeutet. Lernen Sie
daher Ihre Lebensgewohnheiten in Frage zu stellen, im positiven
Sinne für Ihre eigene Zufriedenheit und Befriedigung. Auch
die Ergründung der Motivation viel und fett zu essen ist hierfür
hilfreich. Essen Sie aus Frust oder zum Trost, aus Unzufriedenheit
oder Langeweile?
Wer kann mir helfen?
Mitunter benötigen Sie eine beratende Unterstützung, die
Sie in Ihrem Ernährungsverhalten positiv beeinflusst. Hier
stehen z.B. die Verbraucherzentralen der Bundesländer hilfreich
zur Verfügung. Des Weiteren erhalten Sie auch Angebote der
regionalen Volkshochschulen - fragen Sie nach!
Gründe, die eine Änderung
der Ernährungsweise rechtfertigen sind nur in einer Steigerung
des eigenen Wohlbefindens und Verbesserung der Gesundheit zu sehen
und nicht etwa durch den Druck der Gesellschaft. Das tägliche
Essen ist ein emotionales Ereignis, denn hier vereinen sich optische
Eindrücke zusammen mit Geschmacks-, Geruchs- und Tastreizen.
All dieses hat nicht nur positiven Einfluss auf Ihre Nerven, sondern
bildet einen Baustein für Ihr Wohlbefinden und führt zu
einem sinnlichen Erlebnis.