
Der US-Amerikaner Dr. Roy
Vartabedian erfand die Punkte-Diät. Anstatt der Kalorien werden
Nutripoints (Ernährungspunkte) ausgerechnet. Da die Punkte den
Nährstoffgehalt wiedergeben, ist eine Bewertung der Lebensmittel
möglich. So kann eine langfristige, gesunde Ernährungsweise
eingeübt werden. Der Bedarf an Nährstoffen für den
Körper findet in den Nutripoints Berücksichtigung. Ein Punkteschema
ordnet die Lebensmittel. Die Kohlenhydratreichen Lebensmittel haben
eine hohe Punktzahl, die eiweiß- und fettreichen Lebensmittel
dagegen eine geringe Punktzahl. Also je mehr Punkte, desto gesünder
ist das Lebensmittel.
Kohlenhydrate werden bei der Punkte-Diät
nicht verzehrt, da das Übergewicht der Abnehmer auf eine Kohlenhydratstoffwechselstörung
zurückzuführen ist. Durch die starke Veränderung
der Nährstoffrelation kann es zur Ketonämie kommen und
daraus folgenden Stoffwechselstörungen.
Die Punkte-Diät darf nicht über
einen längeren Zeitraum angewendet werden. Die Cholesterolaufnahme und Fettsäurezufuhr
erhöht sich durch die viel zu hohe Fett- und Eiweißzufuhr,
gleichzeitig ist die Kohlenhydratzufuhr sehr niedrig. Mineralstoff-
und Vitaminmangelzustände ergeben eine unausgewogene Nährstoffzufuhr. Die Rezepte der Punkte-Diät sind
sehr schwierig, vor allem für Einzelpersonen, genauso wie das
anfänglich mühsame Nachschlagen in den Nutripointlisten.
Alkoholgenuss in großen Mengen ist erlaubt, dabei kann allerdings
Suchtgefahr entstehen.