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Cellulite - wie bekomme ich diese in den Griff?

Eine Vielzahl von Behandlungsmethoden werden angeboten. Frauen ziehen daher alle Register und jegliche Informationen ein, um der "Plage" Herr zu werden. Ernährung und Sport gehört dabei zur Erfolgstherapie und somit in das tägliche Anti-Cellulite-Programm. Anzumerken ist natürlich dass der gesamte Behandlungserfolg vom Schwierigkeitsgrad der Cellulite abhängig ist. Behandlungsmethoden, die den Erfolg versprechen und die individuelle Vorstellung des Patienten vorab befriedigen sind nur Verkaufsargument.
Werden drei Punkte gezielt aktiv in Angriff genommen, gibt es gute Chancen die lästige und mitunter Alltagseinschränkende Cellulite in den Griff zu bekommen. Eine Erfolgsgarantie ist unseriös und schlicht nicht möglich. Der Behandlungserfolg ist bei Vernachlässigung der Methoden nicht nachhaltig sicherzustellen.

1. Die Lymphdrainage

Mit der Lymphdrainage werden die Lymphgefäße und Lymphknoten animiert ihre Fließkapazität zu erhöhen. Hierdurch werden überflüssige Wasseransammlungen und Schlackenstoffe im Zwischenzellraum abtransportiert. Die Lymphdrainage kann nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden. Die Behandlung erfolgt ganzheitlich am gesamten Körper, jedoch gibt es auch Gesichttherapien, die jedoch eigene Behandlungsabläufe haben. Die herkömmliche Lymphdrainage sieht eine intensive entstauende Methode über einen Mindestzeitraum von acht Wochen vor. Danach ist es ausreichend einmal pro Monat eine therapeutische Lymphdrainage durchführen zu lassen.

2. Warum ist gezielte Bewegung so wichtig?

Die Kombination von Sport oder Gymnastik mit anderen Wellness- oder Beautyanwendungen ist ein unabdingbarer Bestandteil des Erfolgs. Keine Diät funktioniert erfolgreich dauerhaft ohne Bewegung, das gilt auch für Wellness- und Beauty Anwendungen am gesamten Körper. Die Durchblutung der Haut wird angeregt, die Muskulatur und natürlich das Bindegewebe gestrafft. Des Weiteren werden überschüssige Fettpolster schneller verbrannt. Dies führt dann dauerhaft zu einer Reduzierung der vergrößerten Fettzellen und kann der Cellulite entgegen wirken.

Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Nordic Walking und/oder Gymnastik für den Po,- Bein,- und Bauchbereich sind hier zu präferieren. Diese Bewegung führt zwangsläufig zum Abbau von überschüssigem Gewebswasser und einer Reduzierung der unschönen Cellulitis.

3. Wie kann die Ernährung gegen Cellulitis helfen?

Die Ernährung sollte ebenfalls in das Cellulitis-Programm integriert werden. So sind fett- und kohlehydratreiche Speisen zu vermeide. Vielmehr sollte man den Trinkwasserhaushalt im Auge behalten und mindestens 2 Liter Flüssigkeit, am besten Mineralwasser, zu sich nehmen. Alternativ kann auch auf ungesüßten Tee (Bsp. Rotbuschtee) zurückgegriffen werden. Die vermehrte Zufuhr an Flüssigkeit kann hilfreich für das Ausschwemmen von Schlackenstoffe sein, die sich an den
Zellwänden abgelagert haben. Die Salzzufuhr ist, wenn möglich, so gering wie möglich zu halten, da Salz Wasser im Körper bindet und so wiederum zu Aufquellungen zwischen den Fettzellen kommen kann. Die führt dann mitunter wieder zu einer etwas verstärkt sichtbaren Cellulite.

Weitere Methoden…
Funktionieren Wickelpackungen bei Cellulitis?


Der Abbau von Fettzellen kann nur mit einer entsprechenden Ernährungsumstellung erfolgsversprechend sein. Daher ist eine fett- und kohlehydratarme Ernährung sinnvoll. Ergänzend muss darauf geachtet werden, dass ein ausreichendes Bewegungsprogramm mit einbezogen wird, um Kohlehydrate und Fette verbrennen zu können.
Kosmetikstudios oder Wellnesshotels ergänzen Ihr Angebot immer mehr um weitere Produkte und Dienstleistungen. Hier werden auch wärmeerzeugende Wickelpackungen im "Kampf" gegen die Cellulite angepriesen.
Wickelpackungen führen zwar zu einem Flüssigkeitsverlust, der jedoch lediglich durch Ausschwitzen erzielt wird. Die Flüssigkeit wird sich daher sehr rasch im Körper ansammeln. Sogar ein vermehrtes Anstauen von Gewebeflüssigkeit als vor der Behandlung ist nicht selten. Mit den Wickelpackungen erweitern sich die Blutgefäße, so dass der Blutstrom sich erhöht. Dies ist eine Hitzeschutzfunktion des menschlichen Körpers. Dadurch treten die im Blut vorhandenen Eiweißmoleküle aus und dringen in das Gewebe ein. Je mehr Blutstrom im Körper stattfindet, umso mehr Eiweiß tritt in das Gewebe ein. Eiweißmoleküle binden jedoch das Wasser innerhalb des Gewebes an sich, was zu kleinen Anschwellungen in den Zwischenzellräumen führen kann. Zur Behebung dieses Zustandes müssen nun die Lymphgefäße die Aktivität erhöhen und einen Abtransport sicherstellen. Bei den Wärmewickelpackungen werden die Lymphgefäße jedoch nur durch druckartige Verpackungen aktiviert, ohne die Lymphknoten mit in die Lymphdrainage einzubeziehen. Daher ist der Effekt der Wickelpackungen als nicht empfehlenswert einzustufen.

Helfen Zupfmassagen bei Cellulite?

So genannte Zupfmassagen erhalten Ihren Namen von der Vorgehensweise. Hier wird die Haut an den zu behandelnden Stellen mit den Finger eingeklemmt und angehoben bzw. "weggezupft". Dieser Prozess führt dazu, dass die Hautfasern angeregt werden neue kollagene Fasern zu bilden, die für die Bindegewebsfestigkeit zuständig sind. Hierdurch wird jedoch auch eine erhöhte Durchblutung der Haut erzielt, was dann wieder zu einer erhöhten Eiweißausschüttung führt (Auswirkungen hierzu lesen Sie bitte unter Wickelpackungen). Eine Kombination der Zupfmassagen mit anschließender Lymphdrainage ist daher durch die erhöhte Eiweißbelastung als sinnvoll einzustufen.

Helfen Cremes gegen Cellulitis?

Immer wieder werden Wunderheilmittel in der Kosmetikindustrie mit hohem Werbebudget angepriesen, die herausragende Wirkungsformeln beinhalten sollen. Diese meist teuren Cremes können Sie getrost vernachlässigen. Cellulite bekommen Sie nur in den Griff indem Sie aktiv mit folgend aufgeführten Hinweisen arbeiten. Die Stiftung Warentest hat zudem bereits im Jahr 2003 ein vernichtendes Urteil über Anti-Cellulite-Cremes abgegeben. Weiterführende Informationen finden Sie direkt auf der Internetseite des Anbieters.