
In
der Apotheke sind verschiedene Medikamente erhältlich, die das
Gewicht reduzieren. Von großer Wichtigkeit beim Abnehmen ist
allerdings zusätzlich eine Ernährungsumstellung und viel
Bewegung. Anhand des Body-Mass-Index
und der Fett-Verteilung im Körper ist Übergewicht erkennbar.
Vor allem bei einem sehr hohen BMI von 25 bis 30 besteht ein Erkrankungsrisiko
zum Beispiel an Diabetes oder Bluthochdruck.
Als Erstes sollte die Ernährung
und die Lebensweise umgestellt werden. Hat das natürliche Abnehmen
auch nach mehrfachen Versuchen unter Anleitung keinen Erfolg, bzw.
liegt der BMI schon über 30, dann sollten unbedingt Medikamente
eingesetzt werden, um das Gewicht zu reduzieren. Besonders Patienten
mit Bluthochdruck, hohen Blutfettwerten und Diabetes sollten bereits
ab einem BMI von 27 entsprechende Medikamente zur Fettreduktion
einnehmen. Wichtig ist bei der Therapie die regelmäßige
Kontrolle durch einen Arzt. Eine Kostenerstattung durch die Krankenkassen
erfolgt selten.
Medikamente sind nur zur Unterstützung
der Gewichtsabnahme einzusetzen. Wer einen Langzeiterfolg wünscht,
muss das Essverhalten ändern.
Medikamente zur Gewichtsreduktion
werden in drei Typen eingeteilt:
Da sind Appetitzügler, die das
Hungergefühl verringern, indem im Gehirn der Botenstoff Serotonin
und Noradrenalin freigesetzt wird. Dabei können Puls- und Blutdruckerhöhung
auftreten. Eine Anwendung sollte sich auf 4 bis 6 Wochen beschränken
(Ausnahme: 3 Monate), da sonst Medikamentenabhängigkeit vorliegt.
Der neue Stoff Sibutramin hilft dagegen dem Körper die bereits
vorliegenden Stoffe effizienter zu nutzen und setzt keine Botenstoffe
frei, ist kaum anregend und es erfolgt keine Abhängigkeit.
Der Energieverbrauch des Körpers wird erhöht. Puls- und
Blutdruckerhöhung treten hier ebenfalls auf. Der Unterschied
liegt in der Dauer der Anwendung, die bei ca. einem Jahr liegt,
wodurch der dauerhafte Erfolg steigt. Langzeitstudien liegen noch
nicht vor.
Rimonabant dagegen verringert nicht nur den Appetit, sondern hat
auch Einfluss auf den Stoffwechsel. Es kommt zu einer Verbesserung
der Fett- und Zuckerwerte im Blut.
Dann gibt es die Fettblocker, wie beispielsweise Orlistat. Wird
fetthaltige Nahrung konsumiert, so wird gleichzeitig die Spaltung
der Nahrungsfette im Darm geblockt und ein Drittel der Fette gelangen
unverändert im Stuhl. Bei zu hoher Fettzufuhr können Blähungen
oder Durchfälle auftreten und die Aufnahme von Vitamin A, D
und E sind kaum möglich. Daher wird eine zusätzliche Vitaminzufuhr,
hauptsächlich bei einer langen Therapie, empfohlen.
Die Quellstoffe haben eine rein physikalische
Wirkung. Der Magen wird voll ohne zusätzliche Kalorienzufuhr.
Ein Sättigungsgefühl tritt früher ein. Die Produkte
bestehen aus Alginaten, Cellulose oder Kollagen und quellen im Magen
ähnlich einem Schwamm auf und werden so unverändert wieder
ausgeschieden. Nur Cellulosepräparate sind jetzt verschreibungspflichtig,
da bei zu geringer Flüssigkeitszufuhr, allerdings nur in seltenen
Fällen, Darmverschluss droht.
Wichtig ist die Meidung von so genannten
Wundermitteln. Sie sind sehr kostenaufwendig und von geringer oder
vollkommen ohne Wirkung. Markant hierfür sind die Anzeigen:
Speck-Fettkiller-Kapseln oder Traumfigur in einer Woche usw. Dabei
handelt es sich beispielsweise um Stoffe wie, Tang und Algen, Zitrusfaser,
Enzyme aus Papaya oder Ananas wie Bromelain, Olivenblätter,
Apfelessig, Ginseng, Ingwer, Vitamine und Mineralstoffe.